WELCHE MENGE TROCKENFUTTER FÜR MEINEN HUND?

Seinem Hund jeden Tag die richtige Trockenfutter Menge zu geben, kann manchmal ganz schön Kopfzerbrechen bereiten. Die Angaben auf den Packungen sind oft sehr ungenau und je nach Situation fĂŒr Ihren Vierbeiner manchmal nicht angemessen. Letzten Endes versuchen wir es also selbst anzupassen und hoffen, dass es richtig ist
 Aber da unsere Vierbeiner zunehmend dicker werden, mĂŒssen wir endlich eine Pause einlegen und uns mit dem Thema beschĂ€ftigen!

Holen Sie den Taschenrechner raus und bestimmen Sie die richtige Menge!

Je nach seinen Eigenschaften, seinem Alter, seinem Niveau an Bewegung, seinem Temperament, seinen Lebensbedingungen und seiner Rasse hat Ihr Hund immer einen anderen Energiebedarf als der Ihres Nachbarn – sogar wenn sie das gleiche Gewicht haben! Um die richtige Menge an Trockenfutter fĂŒr den Hund zu berechnen und Übergewicht zu vermeiden, braucht man mehrere Schritte:

👉 Schritt 1: Bestimmen Sie den groben Energiebedarf Ihres Hundes

Der Energiebedarf ist einfach die Menge an Energie (Kalorien), die Ihr Tier zu sich nehmen muss, um seinen Verbrauch zu decken. Dieser ist an seinen Stoffwechsel (Halten der Körpertemperatur, Atmung, Verdauung etc.) und seine körperliche AktivitĂ€t gebunden. Genau wie die Proteine sind die Omega-FettsĂ€uren, Vitamine und Mineralien lebenswichtig. Passen Sie aber auf eine Überdosierung auf, da diese zu Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit sowie anderen gesundheitlichen Problemen fĂŒhren kann.

Der Energiebedarf hĂ€ngt vor allem von der KörperoberflĂ€che ab. Man hat Gleichungen fĂŒr Hunde entwickelt, um diese zu bestimmen, da die Vorgehensweise sehr komplex ist. Wenn der Hund wĂ€chst, gewinnt er auch an KörperoberflĂ€che. Diese steigt aber langsamer als das Gewicht. Die KörperoberflĂ€che eines 30 kg schweren Hundes ist also nicht genau doppelt so groß wie die eines 15 kg schweren Hundes. Die Formeln Ă€ndern sich demnach je nach Tier.

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Beispiel fĂŒr Trockenfuttermenge beim Hund:

  • Wenn Ihr Hund ĂŒber 9 kg wiegt: eine der Basisformeln zur Berechnung des Kalorienbedarfs lautet 156 x Körpergewicht^0,67 (Kronfeld 1991).

  • Wenn Ihr Hund 9 kg oder weniger wiegt: eine der Basisformeln zur Berechnung des Kalorienbedarfs lautet 130 x Körpergewicht^0,75 (NRC 2006).

Man erhÀlt eine Kalorienzahl, die dem Grundenergiebedarf Ihres Hundes entspricht.

👉 Schritt 2: Ziehen Sie die speziellen BedĂŒrfnisse Ihres in Betracht, um einen genaueren Energiebedarf und die Trockenfuttermenge des Hundes zu berechnen

Die Zahl, die Sie mit der oben genannten Formel berechnen, ist eine Basis. Danach muss man noch einige Dinge anpassen. Wie schon erwÀhnt, hat nicht jeder Hund mit dem gleichen Gewicht den gleichen Energiebedarf. Dieser Wert hÀngt von verschiedenen Faktoren ab:

  • von seiner Rasse (K1): von 0,8 fĂŒr Retriever zu 1,1 bei der Deutschen Dogge und 1,2 fĂŒr Windhunde. In der letzten Veröffentlichung des National Research Council (dt. Nationaler Forschungsrat, der sich mit den ErnĂ€hrungsbedĂŒrfnissen von Hunden und Katzen beschĂ€ftigt) wurde die Gleichung fĂŒr den Energiebedarf in Bezug auf die Besonderheiten der Rasse und Sportlichkeit des Tieres geĂ€ndert, um möglichst nah an den reellen BedĂŒrfnissen zu bleiben.

  • von seiner Lebensweise und AktivitĂ€t (K2): 0,8 fĂŒr einen sehr ruhigen bis 1,2 fĂŒr einen sehr aktiven Hund.

  • von seinem Alter oder auch seinem physiologischen Zustand (Kastration, TrĂ€gheit, Stillen etc.) (K3): ein Welpe, der jĂŒnger als drei Monate ist, hat einen K3 Faktor von 2, wĂ€hrend der Wert eines erwachsenen sterilisierten Hundes bei 0,8 liegt.

  • von seinem Gesundheitszustand und eventuellen Krankheiten (K4).


Beispiele:

  • Wenn Ihr Hund ein gesunder erwachsener Mischling ist, der 6 kg wiegt und sterilisiert wurde, liegt sein Energiebedarf theoretisch nahe: 130 x 6 ^ 0,75 = 498 kcal


ABER der Vierbeiner ist sterilisiert, also liegt sein „reeller“ Energiebedarf eher bei 498 x 0,8 = 398 kcal.


  • Ein anderes Beispiel mit einem Hund, der mehrere Faktoren vereint:


Ein erwachsener Labrador, 35 kg schwer, kastriert und sehr ruhig. Er geht nur raus in den Garten. Der Energiewert liegt also bei: (156 x 35 ^ 0,67) x 0,8 (Retriever) x 0,8 (kastriert) x 0,8 (ruhig) = 865 kcal.


Zum Vergleich: Ein deutscher SchÀferhund mit dem gleichen Gewicht und normaler AktivitÀt hÀtte einen Energiebedarf von ca. 1689 kcal.

👉 Schritt 3: Berechnen Sie die Energiedichte der Trockenfutter Menge Ihres Hundes

Um zu bestimmen, wie viel Trockenfuttermenge Sie Ihrem Hund geben mĂŒssen, mĂŒssen Sie dessen Energiedichte kennen. Dieser Wert befindet sich entweder direkt auf der Verpackung (gekennzeichnet durch kcal/kg oder kcal/100 g) oder beim Hersteller, den Sie ohne zu zögern kontaktieren können.

Bei Bedarf kann dieser Wert auch berechnet werden. Die Energie wird durch Proteine, Lipide oder Fette und Kohlenhydrate geliefert. Diese Energie jedes dieser Makroelemente ist bekannt und wurde gemessen.


Die vereinfachte Formel zur Berechnung der Energiedichte eines Futters basiert auf dem Atwater-Faktor, der eine durchschnittliche Verdaulichkeit in kcal pro 100 g wie folgt angibt: % der Proteine x 3,5 + % der Kohlenhydrate x 3,5 + % der Lipide x 8,5.


Das Problem: Der Prozentsatz der Kohlenhydrate wird auf den Verpackungen der Trockenfuttermenge fĂŒr Hunde nur selten angegeben. Aus diesem Grund kann der Wert durch ein Ausschlussverfahren bestimmt werden. Wir ziehen alle Bestandteile ab (Proteine, Fette, Ballaststoffe, Asche, Feuchtigkeit) und das, was ĂŒbrigbleibt, stellt den Prozentsatz der Kohlenhydrate dar.


Die magische Formel fĂŒr die Bestimmung des Kohlenhydrat-Wertes lautet also: 100 - (% Proteine + % Fette + % Ballaststoffe + % Feuchtigkeit).


Beispiel:

Nehmen wir eine Packung Trockenfutter mit diesen Werten:

  • Rohprotein: 34%

  • Rohfett: 12%

  • Rohfaser: 4,5%

  • Rohasche: 6,5%

  • Feuchtigkeit: 10%


Der Anteil an Kohlenhydrate liegt also bei: 100 - (34 + 12 + 4,5 + 6,5 + 10) = 33%


Mit der oben angegebenen Formel ergibt sich also eine Energiedichte von: 34% Proteine x 3,5 + 33% Kohlenhydrate x 3,5 + 12% Lipide x 8,5 = 336,5 kcal pro 100 g Futter. Jetzt muss man nur noch alles in Bezug zueinander setzen, um die Trockenfuttermenge fĂŒr den Hund zu erhalten, die man seinem Hund geben sollte.


👉 Schritt 4: Vergleichen Sie den Energiebedarf des Tieres mit der Energiedichte des Futters

Es ist eigentlich ganz einfach. Um herauszufinden, welche Menge Trockenfutter Ihr Hund braucht, muss man seinen Energiebedarf mit der Energiedichte des Futters vergleichen.

In unserem ersten Beispiel brauchte der Hund (6 kg, kastriert, erwachsen, normale körperliche AktivitÀt) 398 kcal pro Tag, um sein Gewicht zu halten.

Sein Trockenfutter hat eine Dichte von ca. 336,5 kcal pro 100 g.

Unser Hund sollte also theoretisch ca. 120 g tÀglich bekommen, um in Form zu bleiben.

Trockenfuttermenge fĂŒr den Hund: Beobachten Sie Ihr Tier und passen Sie sich seinen BedĂŒrfnissen an

Die vorangehenden Rechnungen stellen eine nĂŒtzliche Basis dar, sind aber nur Theorie. Eigentlich gibt es nicht die eine gĂŒltige Formel, um den Energiebedarf von Hunden oder Katzen zu berechnen. Dasselbe gilt fĂŒr die Energiedichte von Futter. Es gibt mehrere mögliche Formeln, deren Werte meistens im gleichen Bereich liegen, aber gelegentlich auch sehr unterschiedlich sein können.

Nun sind Lebewesen alles andere als theoretisch und darĂŒber hinaus oft sehr unvorhersehbar. Allein die Trockenfuttermenge fĂŒr den Hund kann entweder besser oder schlechter verdaulich sein, wenn auch nur wegen seiner QualitĂ€t. Letztere hat einen direkten Einfluss auf seine Energiedichte. Wenn diese nicht angegeben ist, wird man versuchen, sie mehr oder weniger gut zu bestimmen.

Einige Situationen – besonders Krankheiten oder viel sportliche BetĂ€tigung – können sehr komplex sein.

Auch Welpen im Wachstum bereiten ihren Besitzern und sogar TierĂ€rzten Kopfzerbrechen, da ihr Energiebedarf sich wĂ€hrend der Wachstumsphase immer wieder Ă€ndert und zum Großteil von ihrem Optimalgewicht als erwachsener Hund abhĂ€ngt. Er steigt in den ersten drei Monaten um das Doppelte und ist zum Zeitpunkt, indem der Welpe seine MaximalgrĂ¶ĂŸe erreicht, nur noch 10% höher als der eines erwachsenen Hundes.

WĂ€hrend ihrer ersten vier bis fĂŒnf Monate sind Welpen sehr empfindlich. Man sollte daher besser sicherstellen, dass sie einige Reserven speichern, um sich im Falle von gesundheitlichen Problemen oder sogar schweren Krankheiten besser zu erholen. Man sollte dabei aber auf die Entwicklung der Knochen und Gelenke achten! Der Tierarzt sollte deswegen immer auf dem Laufenden sein.

Man darf außerdem nie vergessen, dass jedes Tier einzigartig ist. Zwei Tiere der gleichen Rasse, mit dem gleichen Alter und den gleichen Lebensbedingungen können durchaus unterschiedliche Trockenfuttermengen fĂŒr Hunde zu sich nehmen. Einige Tiere sind gestresster oder Ă€ngstlicher als andere. Andere wiederum sind aufgeweckter, haben einen anderen Stoffwechsel und werden leichter zunehmen oder abnehmen.

Aus diesem Grund sollten Sie ihren Hund beobachten und regelmĂ€ĂŸig wiegen, um sicherzugehen, dass sein Gewicht im richtigen Bereich bleibt. Dies ist wichtig, um die Futtermenge anzupassen (oder auch nicht!).

So kann man seinen Hund im Auge behalten

Um festzustellen, ob Ihr Tier das richtige Gewicht hat, mĂŒssen Sie:

  1. schauen, ob sein Bauch im Profil ĂŒber seinen Hinterbeinen ist oder nicht. Idealerweise sollte die Vertiefung in seinen Seiten sichtbar sein und die hinteren Rippen sollten sich je nach Rasse ein wenig abzeichnen.

  2. seine Rippen leicht fĂŒhlen können, ohne zu drĂŒcken, wenn Sie ĂŒber beide Seiten streichen.

  3. beim Streicheln die Umrisse seines Beckens und einige WirbelansĂ€tze am RĂŒcken fĂŒhlen können.

Wenn Sie die Rippen nicht fĂŒhlen können oder er einen Bauch hat, ist er wahrscheinlich ein wenig zu dick oder sogar stark ĂŒbergewichtig und die Trockenfuttermenge des Hundes sollte ĂŒberdacht werden.

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